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Magdeburger Volksstimme, 13.04.2012

Bio-Ölwerker steigen in die "Oberliga" auf

Am Magdeburger Hansehafen ist gestern das Bio-Ölwerk III eingeweiht worden. Der Standort steigt damit zu einem der größten Pflanzenölproduzenten Deutschlands auf. Zwölf Prozent der gesamten deutschen Rapsernte können dort verarbeitet werden.

Magdeburg. Untergehen oder strategisch neu ausrichten und wachsen - vor dieser Wahl hatte das Magdeburger Bio-Ölwerk vor einigen Jahren gestanden, als Steuervorteile für die Biodieselproduktion wegfielen und rundherum Biodieselproduzenten in die Pleite schlitterten. Die Magdeburger hatten gerade das Werk II errichtet und die Produktionskapazität für Biodiesel auf 275000 Tonnen hochgefahren.

In Deutschland seien in der Branche rund 3000 Arbeitsplätze verlorengegangen, sagte Wirtschaftsstaats- sekretär Michael Richter gestern bei der offiziellen Einweihung des Bio-Ölwerks III. In Sachsen-Anhalt gebe es noch rund 550 Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftszweig, davon 134 bei den Magdeburger Bio-Ölwerkern.

Deren Gesellschafter und Management hatten sich dazu entschlossen, Glieder der Wertschöpfungskette zu schließen und auf diese Weise zu wachsen. Anstatt Öl für die Biodieselproduktion einzukaufen, pressen die Ölwerker die Rapssaat nun komplett selbst. Die Ausbeute wurde deutlich erhöht und die Möglichkeit zur Speiseölproduktion geschaffen. Damit kann das Unternehmen am Markt flexibel agieren. Die Kapazität der neuen Anlage ist auf bis zu 280000 Tonnen Pflanzenöl jährlich ausgelegt.

Auch die "Reste" werden komplett verwertet. Bis zu 400000 Tonnen Rapsschrot können jährlich an die Futtermittelmischwerke geliefert werden. Sind die Preise im Keller, wird die Beschickung des neuen Kraftwerks von Holzpellets auf Rapsschrotpellets umgestellt. Der Biomassedampferzeuger wurde in Partnerschaft mit dem Magdeburger Energiespezialisten GETEC errichtet.

72 Millionen Euro wurden in den neuen Komplex mit Vorpressanlage, Extraktion und Raffination, Wasserentschleimung und Bleichungsanlage, mit Silo und Verladestationen für Lkw und Schiffe investiert. Seit dem Jahr 2000 sind insgesamt 160 Millionen Euro in den Standort geflossen. 134 Frauen und Männer verdienen dort ihr Geld, darunter 17 junge Leute, die in verschiedenen Berufen ausgebildet werden.

700000 Tonnen Rapssaat werden jährlich benötigt, um die Anlagen auszulasten. Ein Teil kommt aus der Börde, unter anderem von Agro Bördegrün. Das Landwirtschaftsunternehmen in Niederndodeleben bei Magdeburg und der Windparkbetreiber Prokon aus Itzehoe (Schleswig-Holstein) sind Gesellschafter der Bio-Ölwerke.

Andere Teilhaber waren ausgestiegen, Prokon eingestiegen. Ohne die Veränderung in der Gesellschafterstruktur hätte es das Werk III nicht gegeben, erklärten Agro-Bördegrün-Chef Ronald Westphal und Prokon-Chef Carsten Rodbertus. Beide hatten die gleichen Visionen.

Magdeburger Sonntag, 12.04.2012

Inbetriebnahme des Bio-Ölwerks III in Rothensee

Am Mittwoch wurde in Magdeburg-Rothensee der Werksneubau des Bio-Ölwerkes symbolisch in Betrieb genommen. Gemeinsam mit Michael Richter, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und Carsten Rodbertus, dem Leiter der Prokon-Unternehmensgruppe startete Ronald Westphal, Geschäftsführer der Agro Bördegrün den Betrieb des Werkes. Ebenfalls anwesend waren Magdeburgs OB Dr. Lutz Trümper, Stadtbeigeordneter für Wirtschaft, Rainer Nitsche, Landwirtschaftsminister a. D. Dr. Wolfgang Daehre und Börde-Landrat Hans Walker.

Mit der Inbetriebnahme des PROKON Bio-Ölwerks III wird der Standort am Magdeburger Hansehafen zu einem der größten Pflanzenölproduzenten Deutschlands. Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro gewährleisten die Verarbeitung von jährlich zirka 700.000 Tonnen Rapssaat. Die notwendige Dampfversorgung des neuen Werkes sichert ein von der Magdeburger GETEC AG errichtetes Biomasseheizwerk mit Pelletkesselanlage. War das PROKON Bio-Ölwerk Magdeburg bisher vor allem als Hersteller von Biodiesel (Gesamtkapazität: 255 000 Tonnen Biodiesel) und Pharmaglycerin bekannt, wird das Unternehmen mit dem nun vollendeten Werksneubau unabhängiger von der Produktion des biogenen Kraftstoffs und kann Rapsöl zu Nahrungsmittelöl veredeln. Zudem werden hochreine Raffinatöle für technische Anwendungen hergestellt.

Die neue Anlage, bestehend aus Vorpressung, Extraktion und Raffination, kann jährlich bis zu 280.000 Tonnen Pflanzenöl produzieren und veredeln. Darüber hinaus entstehen bei der Produktion des Öls bis zu 400.000 Tonnen Rapsschrot, welches in erster Linie als proteinreiches Futtermittel aber auch als energiereicher Brennstoff in Form von Pellets genutzt werden kann. Das neue Werk wurde bei laufendem Betrieb nahtlos in die bestehenden Anlagen integriert.

Aufgrund der Nähe zu den Rohstofflieferanten und der exzellenten logistischen Lage wurden durch die Neuinvestition die bestehenden Arbeitsplätze im PROKON BioÖlwerk Magdeburg gesichert und mehr als 30 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen. Mit Inbetriebnahme des neuen Werkes werden insgesamt etwa 130 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 16 Lehrlinge in verschiedenen Ausbildungsberufen. Die Ausweitung der Produktpalette und die ökologisch-ökonomisch optimierten Vertriebswege sichern die Zukunftsfähigkeit des Magdeburger Unternehmens. Investoren des Neubaus sind die Gesellschafter der Bio-Ölwerk Magdeburg GmbH, die PROKON Unternehmensgruppe und die Agro-Bördegrün GmbH und Co. KG. Die PROKON Unternehmensgruppe ist mit ihren 1.000 Mitarbeitern im Bereich der Erneuerbaren Energien geschäftlich aktiv. Im Geschäftsfeld Windenergie ist sie als Projektentwickler und Betreiber von Windparks tätig und hat seit ihrer Gründung 1995 bereits 279 Windkraftanlagen in 43 Windparks realisiert.

MDF.1, 08.06.2011

Spende in Höhe von 3.500 Euro für Aktion Knochenmarkspende

Bericht von der Spendenübergabe am 08.06.2011 in der Uni-Klinik Magdeburg.




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Quelle: MDF.1



MDF.1, 26.05.2011

Benefizspiel für Aktion Knochenmarkspende

Bericht über das Benefizspiel am 25.05.2011 in der Wartberghalle Niederndodeleben.




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Quelle: MDF.1



Magdeburger Volksstimme, 22.04.2011

Bio-Ölwerk stellt sich mit Extraktionsanlage breiter auf

Am Magdeburger Hansehafen entsteht einer der größten Pflanzenölproduzenten Deutschlands: Dem Prokon Bio-Ölwerk III wurde am Donnerstag die Richtkrone aufgesetzt. Im Januar sollen die Anlagen angefahren werden. Ihre Kapazität ist auf die Produktion von bis zu 280 000 Tonnen Pflanzenöl ausgelegt. 72 Millionen Euro werden investiert.

Magdeburg. Es war Reiner Haseloffs (CDU) erster offizieller Termin als Ministerpräsident – das Richtfest für das Bio-Ölwerk III. Als Staatssekretär und Wirtschaftsminister hatte er an dem Standort am Hansehafen jeden Schritt – vom Spatenstich für das erste Werk mit einer Kapazität von 50 000 Tonnen Biodiesel über Erweiterungen und das Werk II (Gesamtkapazität: 275 000 Tonnen Biodiesel) bis hin zur neuesten Investition begleitet. Innerhalb eines knappen Jahrzehnts konnte der Politiker Wachstum ebenso wie steuerpolitisch verursachte Tiefschläge, aber auch mutige Investorenentscheidungen miterleben.
br> "Hier entstehen neue Wertschöpfungsketten", lobte Haseloff am Donnerstag. Es werde mit der Speiseölproduktion und der Herstellung von hochreinen Raffinatölen für technische Anwendungen nicht nur die Effektivität der vorhandenen Biodieselherstellung erhöht. Die Kombination von Biodiesel- und Lebensmittelproduktion stärke auch die Stabilität des Systems, da es auf mehreren Füßen stehe.

"Es ist wichtig, dass das Werk nicht nur von der Produktion des biogenen Kraftstoffs abhängt", betonte auch Prokon-Chef Carsten Rodbertus. Der Windparkbetreiber ist seit eineinhalb Jahren Gesellschafter des Prokon Bio-Ölwerkes. Die Tschernobyl-Katastrophe 1986 hatte ihn veranlasst, auf erneuerbare Energien zu setzen. 2001 kamen bei Prokon mit dem Bau einer kleinen Ölmühle in Kroppenstedt (Börde) biogene Kraftstoffe zum Standbein Windstromerzeugung hinzu. Am Bio-Ölwerk III werde nun zusätzlich zu Vorpressanlage, Extraktion und Raffination auch noch ein Kraftwerk gebaut – ein Biomassedampferzeuger, der mit Holzpellets beschickt werde, erklärte Rodbertus.

Sein Partner Ronald Westphal, Chef des Landwirtschaftsbetriebes Agro Bördegrün in Niederndodeleben (Bio-Ölwerk-Gesellschafter der ersten Stunde), sprach von einem jährlichen Durchlauf von 700 000 Tonnen Raps. Einen Teil der benötigten Ölsaat wird der Marktfruchtbetrieb aus dem Bördekreis beisteuern. Insgesamt bewirtschaftet Agro Bördegrün 3800 Hektar.

Dank der neuen Anlage kann das gesamte für die Biodieselproduktion am Standort benötigte Pflanzenöl künftig selbst hergestellt werden. Dabei wird die Öl-Ausbeute deutlich erhöht. Statt zehn Prozent bleibt nur noch ein Prozent Öl in der Saat, erklärte Öl-Werk-Geschäftsführer Reinhard Kluge. Der "Reststoff" ist hochwertiges, eiweißreiches Futter. Bis zu 400 000 Tonnen Rapsschrot wollen die Magdeburger jährlich an die Futtermittelmischwerke liefern. "So wie wir mit dem Werk II aufgestellt sind, werden wir im Wettbewerb mit den Großen der Branche mithalten", versicherte Kluge.

Die bestehenden Arbeitsplätze werden gesichert und mehr als 30 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Vorteile des Standortes sind die Nähe zu den Rohstofflieferanten und die exzellente logistische Lage zum Hafen und zur Autobahn 2.

Magdeburger Sonntag, 21.04.2011

Ausbau des Bio-Ölwerks in Magdeburg

Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag seinen ersten öffentlichen Termin wahrgenommen. In Magdeburg nahm er am Richtfest eines Bio-Ölwerkes teil.

Seit Februar 2003 produziert das Bio-Ölwerk, das zur Prokon-Gruppe gehört, in Magdeburg. Der Betrieb ist Teil der europäischen Biodieselbranche. In seinem Grußwort sagte Haseloff, mit dem Ausbau des Werkes würden weitere zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen. Die Prokon-Gruppe sei "ein wichtiger Faktor im Ringen um die Erweiterung des Anteils von erneuerbaren Energien".

mdr.de - Mitteldeutscher Rundfunk, 21.04.2011

Regierungschef weiht Bio-Ölwerk ein

Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat Reiner Haseloff am Donnerstag seinen ersten öffentlichen Termin wahrgenommen. In Magdeburg nahm er am Richtfest eines Bio-Ölwerks teil. Rund 30 neue Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden. Nach Ansicht des Ministerpräsidenten sind diese zukunftssicher.
Pro Jahr sollen mit der neuen Anlage rund 280.000 Tonnen Pflanzenöl produziert werden. Der Raps dafür stammt überwiegend aus der Magdeburger Börde. Seit acht Jahren produziert das Bio-Ölwerk in Magdeburg. Es gehört zur Prokon-Gruppe.


Magdeburger Volksstimme, 15.01.2011

Für Wettbewerb mit den Großen der Branche gerüstet

Im Magdeburger Hansehafen wird das Bio-Ölwerk III gebaut. Die Fundamente für die Extraktionsanlage sind gegossen, in den vor- und nachgelagerten Bereichen ist der Hochbau fortgeschritten. Im Spätherbst sollen Gebäude und Anlagen komplett stehen und die Produktion hochgefahren werden. Mit der Investition sehen sich die Magdeburger Bio-Ölwerker für den Wettbewerb mit den Großen der Branche gerüstet.
Magdeburg. Auf die jährliche Verarbeitung von 700 000 Tonnen Rapssaat zu 280 000 Tonnen Öl ist die Extraktionsanlage ausgelegt. Während bei der Warmpressung (bei 112 Grad Celsius) noch acht Prozent Öl im Rapskuchen bleiben, sind es bei der Extraktion weniger als ein Prozent, erklärt Ronald Westphal, Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes Agro Bördegrün (Niederndodeleben), der neben dem Mehrheitseigner Prokon Gesellschafter des Bio-Ölwerks ist.

Im ersten Schritt wird der Raps vorgepresst – 25 Prozent des Öls werden als Kaltpressung gewonnen und eignen sich damit bestens, als Nahrungsmittel vermarktet zu werden. Deshalb passiert das Öl noch zusätzlich die Bleichung und Desodorierung, damit das Öl schön hell und von Gerüchen befreit wird, so wie es die Kundschaft will.
Der Großteil des Öls wird dem Raps im nächsten Schritt mit Hilfe eines Hexangemisches – wegen Explosivität unter extremen Sicherheitsvorkehrungen – abgeschieden. Mit diesem Öl soll die Produktion in Werk I und II gespeist werden, deren Kapazität bei zusammen 275 000 Tonnen Biodiesel liegt.

Mit der Extraktion werde die Ölgewinnung effektiver und damit kostengünstiger, sagte Westphal. Die Verarbeitung der Rapssaat (ohne die Kosten für den pflanzlichen Rohstoff) sinken von etwa 80 Euro auf 40 bis 50 Euro pro Tonne. "Damit sind wir wettbewerbsfähig gegenüber den Großen, die ständig unseren Weg kreuzen", sage Westphal schmunzelnd. Dass die Konkurrenz die Investitionen der Magdeburger mit Argusaugen verfolgt, nimmt der Gesellschafter als dickes Kompliment.

Ein Zukauf von Rapsöl wird künftig dank der neuen Anlage auch nicht mehr nötig sein. Im vergangenen Jahr haben die Magdeburger rund 150 000 Tonnen Raps verarbeitet und daraus fast 55 000 Tonnen Öl gewonnen sowie rund 75 000 Tonnen Öl eingekauft, um sie zu rund 130 000 Tonnen Biodiesel zu verestern.

Die geringe Auslastung des Werkes erklärte Westphal mit dem Abbau der Steuervorteile durch die Bundesregierung. Der nötige Preisvorteil für reinen Biodiesel an der Zapfsäule war damit weg und das Tanken des reinen Kraftstoffs vom Acker plötzlich nicht mehr lukrativ.
Angesichts der vor 2007 in Deutschland geschaffenen Kapazität von gut fünf Millionen Tonnen Biodiesel sei die derzeitige Beimischung von sieben Prozent Biodiesel zum fossilen Kraftstoff noch immer viel zu wenig für die Branche, monierte Westphal. Die Werke seien nicht ausgelastet und mindestens acht Produzenten seien ganz von der Bildfläche verschwunden.
72 Millionen Euro werden in das Werk II investiert. Insgesamt wächst das Investitionsvolumen für den Bio-Ölwerkstandort damit auf 138,5 Millionen Euro, inklusive der Förderung, mit der jede Ausbaustufe begleitet wurde. Mit der Extraktionsanlage soll der Produktionsstandort dann auch auf die schon für 2007 angepeilten 120 Mitarbeiter kommen. Diese Planung ist mit der Steueränderung nicht mehr zu halten gewesen und musste korrigiert werden.

Derzeit sind 75 Frauen und Männer am Standort beschäftigt. Im vergangenen Jahr haben sie 150 000 Tonnen Raps gepresst und neben der Produktion von 130 000 Tonnen Biodiesel 100 000 Tonnen Rapskuchen, inklusive Zukauf 20 000 Tonnen Pharmaglycerin und 1800 Tonnen technische Fette produziert.
Die technischen Fette würden von darauf spezialisierten Abnehmern rückverestert. In solchen Anlagen könne es dann auch zur Anreicherung von Dioxin kommen, erklärte Westphal, da dort beispielsweise auch Frittenöl recycelt werde, bei dem zuvor wesentlich höhere Temperaturen im Spiel waren als bei der Warmpressung von Raps. Bei dem Zweck entsprechender Verwendung sei das kein Problem. Es dürfe aber nicht durch kriminelle Machenschaften in die Nahrungskette gelangen.

Bei 112 Grad Celsius in der Warmpressung entstehe kein Dioxin, betonte Westphal. "Wir sind sauber." Die Futtermittel-Produkte aus dem Bio-Ölwerk werden dem QS-Futtermittel-Monitoring (Qualität und Sicherheit) entsprechend halbjährlich auf Dioxine, Furane und PCB (Polychlorierte Biphenyle) untersucht.

handball-world.com, 29.06.2010

Magdeburg holt Sponsor zurück

Nach dreijähriger Abstinenz kehrt die BIO-ÖLWERK Magdeburg GmbH als Sponsor zu den Bundesliga-Handballern des SC Magdeburg zurück. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem BIO-ÖLWERK einen weiteren Sponsor für die Zukunft des SC Magdeburg gewinnen konnten. Mit der Unterstützung werden wir den eingeschlagenen Weg der wirtschaftlichen sowie sportlichen Gesundung fortsetzen", erklärte Steffen Stiebler, Geschäftsführer der Handball Magdeburg GmbH.

Das Unternehmen, das seit August 2009 zur PROKON Unternehmensgruppe aus Itzehoe (Schleswig-Holstein) gehört, ist einer der größten Biodiesel-Produzenten in Deutschland. Am Standort im Magdeburger Hafen wurde Anfang April 2010 der Startschuss für eine Erweiterungsinvestition in Höhe von knapp 70 Mio. Euro gegeben. Nach der Inbetriebnahme der neuen Extraktionsanlage Ende 2011 können im BIO-ÖLWERK pro Jahr mehr als 700.000 Tonnen Rapssaat zu Pflanzenöl-Kraftstoff und Biodiesel verarbeitet werden.

Die Mitarbeiterzahl wird von heute 71 schrittweise auf 101 ansteigen. Das BIO-ÖLWERK Magdeburg behauptet sich am Markt durch innovative Produktionsprozesse und entwickelt seinen Unternehmensstandort zum größten Zentrum für die Verarbeitung von Ölsaaten in Sachsen-Anhalt. Mit dem Engagement beim SC Magdeburg möchte das BIO-ÖLWERK seinen Auftritt in der Öffentlichkeit verstärken und wird in der kommenden Saison seine Präsenz wieder auf dem Trikot der Bundesligamannschaft zeigen.

"Magdeburg verfügt mit dem BIO-ÖLWERK nicht nur über ein hervorragendes Unternehmen im Bereich der Nutzung nachwachsender Rohstoffe, sondern mit dem SC Magdeburg auch über einen einmaligen Imageträger, der Handballfreunde weit über die Landesgrenzen hinaus begeistert. Wir sind überzeugt davon, dass der SCM an seine bisherigen Erfolge anknüpfen wird. Deshalb möchten wir seine Fortentwicklung unterstützen", erklärte Carsten Rodbertus, geschäftsführender Gesellschafter der PROKON Unternehmensgruppe.

Magdeburger Volksstimme, 12.05.2010

Größtes Zentrum für Verarbeitung von Ölsaaten in Sachsen-Anhalt

In Magdeburg entsteht das größte Zentrum für die Verarbeitung von Ölsaaten in Sachsen-Anhalt. Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) übergab gestern an die Investoren den Zuwendungsbescheid für die massive Erweiterung des bereits existierenden Bio-Ölwerks.

Magdeburg. Die Zeichen für das Bio-Ölwerk in Magdeburg stehen auf Erweiterung. Die Anlage, in der von mehr als 70 Mitarbeitern aus Rapssaat und Pflanzenöl verschiedene Produkte wie Biodiesel, Pharmaglycerin und Rapskuchen unter anderem für die Pharma- und Kosmetikindustrie und für die Mischfutterindustrie hergestellt werden, bekommt Zuwachs - das Bio-Ölwerk III.
Bei dem neuen Werk handelt es sich um eine Anlage zur Erzeugung von Ölen aus pflanzlichen Rohstoffen sowie um ein Biomasse-Heizwerk, das das Bio-Ölwerk mit Dampf versorgen soll. Das Projekt kostet insgesamt fast rund 70 Millionen Euro. Durch die Neuinvestition soll die Mitarbeiterzahl am Standort perspektivisch auf insgesamt mehr als 100 Beschäftigte steigen.
Investoren sind die PROKON-Unternehmensgruppe (Itzehoe/Schleswig-Holstein) und die Agro Bördegrün GmbH & Co. KG (Niederndodeleben/Landkreis Börde). Die PROKON-Unternehmensgruppe ist eines der führenden Unternehmen der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern und betreibt eigene Windparks. Durch die Mehrheitsbeteiligung am BIO-ÖLWERK Magdeburg ist PROKON auch im Biodieselmarkt tätig.
"In Ergänzungen zu den bereits existierenden Bio-Ölwerkanlagen im Hafen von Magdeburg wird mit der 2011 in Betrieb gehenden neuen Anlage das größte Zentrum der Ölsaatenverarbeitung in Sachsen-Anhalt entstehen", sagte gestern der Geschäftsführer der BIO-ÖLWERK Magdeburg GmbH, Reinhard Kluge, anlässlich der Übergabe des Fördermittelbescheides in Höhe von 9,4 Millionen Euro durch Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU). "Künftig werden jährlich mehr als 700 000 Tonnen Raps durch uns verarbeitet", ergänzte Kluge. Zudem würde die Produktpalette des Bio-Ölwerks etwa um Nahrungsmittelöle erweitert. Das gewonnene Öl soll zum Beispiel als Speiseöl verkauft werden, aber auch als Kraftstofföl.
Kluge zufolge sei das Investment zum einen "ein Zeichen dafür, dass es am Standort weitergeht". Zum anderen wolle sich das Bio-Ölwerk aus der totalen Abhängigkeit vom Dieselmarkt, mithin von politischen Entscheidungen, die man nicht beeinflussen könne, lösen.
Das Heizkraftwerk wird die GETEC AG (Magdeburg) als Generalunternehmer errichten und betreiben. Vorstand Karl Gerhold zufolge entsteht damit zugleich die größte Pelltkesselanlage Europas. Berbrannt werden sollen Holz-Pellets und Raps-Extraktionsschrot. Mit einer Feuerungsleistung von knapp 20 Megawatt würden zirka 150 000 Tonnen Prozessdampf erzeugt. Die GETEC AG ist seit 1993 als Contractor (Energiedienstleister) bundes- und europaweit tätig. Die gesamte GETEC-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro.
"Die Investitionsentscheidung des Bio-Ölwerks zeigt, dass Sachsen-Anhalt ein exzellenter Standort für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte und deren Weiterverarbeitung ist", sagte Wirtschaftsminister Haseloff. "Mit der Investitionsförderung wollen wir das Unternehmen dabei unterstützen, sein Geschäftsfeld um die Nahrungsmittelproduktion zu ergänzen und sich damit künftig breiter aufzustellen", fügte er hinzu. Besonders erfreulich sei, dass mit dem Magdeburger Anlagenbauer CIMBRIA SKET und der GETEC AG einheimische Unternehmen den Zuschlag für den Bau der Ölgewinnungsmühle und des Biomasse-Heizwerks erhalten hätten.